
Spür dich selbst.
Im neuen Blogartikel geht es heute um Selbstwirksamkeit. Selbstwirksamkeit bedeutet: Ich traue mir zu, etwas zu verändern. Dieser innere Glaube ist oft entscheidend für Gesundheit, Resilienz und Lebenszufriedenheit.
Doch was viele nicht wissen: Selbstwirksamkeit entsteht nicht im Kopf, sondern sie beginnt im Körper. Nur wer sich selbst spürt, fühlt auch seine Grenzen und Bedürfnisse. Selbstwirksamkeit beginnt nicht mit dem Gedanken „Ich kann das“, sondern mit dem Gefühl: „Ich bin da.« Selbstwirksamkeit heißt nicht, immer stark zu sein, sondern den eigenen Körper wieder als inneren Kompass zu nutzen.
Was ist Selbstwirksamkeit überhaupt?
Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung, dass man Herausforderungen aus eigener Kraft meistern kann. Dieser innere Glaube entscheidet laut dem Psychologen Albert Bandura maßgeblich darüber, ob wir ins Handeln kommen oder resignieren.
Diese Überzeugung entsteht nicht nur durch Denken. Sie entsteht durch Erleben. Durch Bewegung. Durch Körpererfahrung.
Die Wissenschaft: Körpererfahrung stärkt Selbstwirksamkeit
- Bewegung verändert die Selbstwahrnehmung:
Laut einer Studie der Universität Heidelberg (2020) verbessert körperliche Aktivität das Körperbild und fördert das Gefühl von Kontrolle, einem Kernelement von Selbstwirksamkeit. - Körperhaltung beeinflusst Selbstbewusstsein:
Amy Cuddy zeigte in ihrer berühmten Harvard-Studie (2010), dass offene, kraftvolle Körperhaltungen („Power Poses“) bereits nach 2 Minuten das Selbstvertrauen und den Cortisol-Testosteron-Haushalt messbar beeinflussen können. - Embodiment-Forschung bestätigt: Körper und Psyche sind untrennbar:
Laut Embodiment-Theorie (Koch, Fuchs et al., 2014) entstehen Gedanken, Emotionen und Handlungen immer in einem körperlichen Kontext. Wer seine Körperwahrnehmung stärkt, stärkt seine Handlungsfähigkeit.
3 einfache Übungen für mehr Körperbewusstsein und Selbstwirksamkeit
1. „Boden unter den Füßen“ – Erdungsübung (1–2 Minuten)
- Stelle dich barfuß auf den Boden.
- Spüre dein Gewicht, verteile es bewusst auf beiden Füßen.
- Atme tief durch und sage dir: „Ich bin da. Ich stehe fest.“
- Wirkt sofort stabilisierend bei Stress oder Zweifel.
2. „Körper-Check-in“ – Achtsamkeit durchscannen (3 Minuten)
- Setze dich bequem hin, schließe die Augen.
- Wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper: Kopf, Schultern, Bauch, Beine, Füße.
- Beobachte, ohne zu bewerten. Wie fühlt sich dein Körper an?
- Übung stärkt die Selbstwahrnehmung und emotionale Regulation.
3. „Power-Pose“ – Haltung verändert Haltung (2 Minuten)
- Stelle dich aufrecht hin, Schultern zurück, Brust raus, Hände in die Hüften.
- Halte diese Position für 2 Minuten.
- Atme tief ein und aus mit dem Gefühl: „Ich kann das.“
- Boost für Selbstvertrauen vor wichtigen Terminen.
Selbstwirksamkeit ist kein reines Mindset. Sie beginnt dort, wo wir uns spüren: im Körper.
Wenn du also das Gefühl hast, festzustecken, zweifelst oder dich blockiert fühlst, dann geh nicht nur in den Kopf. Geh in den Körper. Dort beginnt Veränderung.
Was hilft dir, dich kraftvoll und handlungsfähig zu fühlen? Lass es mich in den Kommentaren wissen oder leite diesen Text an jemanden weiter, der gerade einen kleinen Push gebrauchen kann.
Das tut mir gut! Ein Blogartikel von Matthias Leier

